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Bob Marley

Bob Marley ist der wohl bekannteste Reggae-Musiker der 1970er Jahre. Er war Songschreiber, Gitarrist und Sänger und galt als Mitbegründer dieser Musikform. Als Robert Nesta Marley wurde er am 06. Februar 1945 in Nine Miles auf Jamaika geboren. Sein Vater war ein englischer Marineoffizier, Cedella, seine jamaikanische Mutter war bei seiner Geburt erst 18 Jahre alt und musste ihren Sohn alleine durchbringen. Ab Mitte der 50er Jahre lebten sie in dem berüchtigten Armenviertel Trenchtown in Kingston. Bob Marley begeisterte sich schon in frühen Jahren für die US-amerikanische Musik, die ab Ende der 50er Jahre aus dem Radio ertönte. Musiker wie James Brown, Ray Charles und Fats Domino erregten seine Aufmerksamkeit und waren mit verantwortlich dafür, dass Marley zusammen mit seinen Freunden Unterricht beim Musiker Joe Higgs nahm und die Wailing Wailers gründete. Ihre Musik war ein Zusammenspiel aus jamaikanischer Tanzmusik und der Musik, die er aus dem Radio kannte. So entstand der Ska, der den Wailing Wailers großen Erfolg brachte. In den 60er Jahren nahmen sie rund 30 Singles auf und entwickelten sich zu einer der bekanntesten Bands in Kingston.

Nach seiner Heirat 1966 geht Bob Marley in die USA und folgt seiner Mutter. Hier möchte er genug Geld für ein eigenes Label verdienen. Er sollte als Anhänger der Rastafari und religiöser Mann zurückkehren. Fortan trug er eine filzige Frisur, die sogenannten Rastalocken, und kiffte auch. Dem Kiffen sollte eine religiöse Bedeutung zugrunde liegen.

Nach einigen eher erfolglosen Jahren entwickelte sich seine Musik zum Rocksteady, dem Reggae, dessen Texte stets soziale und spirituelle Themen beinhalteten. Internationale Erfolge konnte die Band Anfang der 70er Jahre mit dem Titel "Catch a Fire" feiern. Nun folgten zahlreiche Chart-Hits und Bob Marley wurde zum Weltstar, der aber nie die schwierige, politische Situation in seiner Heimat Jamaika aus den Augen verlor, für die er sich stets einsetzte. Im Jahre 1980 ist er auf dem Höhepunkt seiner Karriere und spielt in Mailand vor 100.000 Menschen.

Nach längerer Krankheit erhält Bob Marley im gleichen Jahr die Diagnose Gehirntumor. Auf dem Weg nach Jamaika verstirbt er am 11. Mai 1981 in Miami. In einem Mausoleum wurde er in seiner Geburtsstadt Nine Mile bestattet.




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