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Reggae

Es wird wohl an keinem Ort der Welt so viel Musik produziert wie auf der Insel Jamaika. Die Jamaikaner lieben und leben den Reggae, der als deren Volksmusik angesehen werden kann. Mit dieser Musik drücken sie ihre Interessen, Ansichten und Wünsche aus. Die jamaikanische Gesellschaft ist sehr kreativ und lebendig und findet im Reggae ein ideales Ventil, ihre Gefühle auszuleben.

Die Musikform des Reggae entstand gegen Ende der 1960er Jahre, wobei andere Musikrichtungen aus dem US-amerikanischen Raum wie Jazz, Country, Soul und Blues einen starken Einfluss hatten. Vorläufer des Reggae waren Ska, Rocksteady und Mento. Der Reggae, sowie auch seine Vorläufer, entstanden hauptsächlich als Tanzmusik, die durch mobile Diskotheken oder ähnliches verbreitet wurde. Der erste offizielle Reggae-Welthit, der es im Jahre 1968 an die Spitze der internationalen Charts geschafft hat, war "The Israelites" von Desmond Dekker. In den 1970er Jahren galt Bob Marley als jamaikanischer Nationalheld und bedeutender Reggaemusiker. Sogenannte Dubeffekte haben auch schon seine Lieder beeinflusst. Dub ist eine minimalistische Variante des Reggae, die sich durch wenig Gesang und elektronische Studioeffekte auszeichnet. Im jamaikanischen Reggae dominiert die Kreolsprache Patois, die über viele Wortneuschöpfungen verfügt. Die oft sozialkritischen Texte handeln meist von Frieden, Einigkeit und Liebe.




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